|
|
 |

 ZV Kärnten
Vorstand und Rechnungsprüfer
laut Generalversammlung vom 21. 10. 2009
Ehrenpräsident: Arch. Mag. arch. KARL MÜLLER
Präsident: Arch. DI. REINHOLD WETSCHKO
Vizepräsident: SR DI. EBERHARD KRAIGHER
Schriftführer: Arch. DI. HARALD WEBER
Finanzreferent: Arch. Mag. arch. DIETMAR KADEN
weitere Vorstandsmitglieder:
Arch. DI. GERNOT KULTERER
DI. DIETMAR MÜLLER
Arch. DI. GERFRIED OGRIS
Arch. DI. ERNST ROTH
Arch.in Mag.a arch. EVA RUBIN
Rechnungsprüfer:
Arch. DI. GERHARD KOPEINIG
DI. GUIDO MOSSER
Kontakt
Architekturbüro DI. Reinhold Wetschko
Mag. Iris Wetschko
Kumpfgasse 24, 9020 Klagenfurt
Tel. 0463/511495, Fax-15
office@arch-wetschko.at
DER LANDESVERBAND KÄRNTEN
In der Zwischenkriegszeit hat sich für Kärnten ein ZV-Landesverband gebildet, dessen Sitz Villach war. Im Rahmen der nationalsozialistischen Gleichschaltung wurde dieser Landesverband nach dem Gesetz vom 17. Mai 1938, das die Überleitung und Eingliederung von Vereinen, Organisationen und Verbänden vorschrieb, bereits am 6. Juli 1938 in die Reichskammer der Bildenden Künste in Berlin eingegliedert und verlor dadurch seine Rechtspersönlichkeit.
Deshalb wurde in Kärnten nach dem 2. Weltkrieg im November 1949 der Landesverband Kärnten der Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreichs und mit diesem der Landesverband Kärnten der Zentralvereinigung der Architekten als selbständige Landesorganisation neu gegründet. Präsident war damals der Klagenfurter Architekt Werner Cermenjak, Vizepräsident Herbert Hiltl, ein damals prominenter Architekt in Klagenfurt. Mit Vorträgen, Tagungen und einer Ausstellung im Jahr 1950 war man bemüht, die Aufmerksamkeit der breiten Massen, besonders aber aller Bauinteressenten privater und öffentlicher Stellen zu lenken.
Zu einer bleibenden Dokumentation des damaligen baukulturellen Schaffens in Kärnten entwickelten sich die Jahreshefte „Kärntner Architekten“, die seit 1951 vom Landesverband Kärnten der Zentralvereinigung der Architekten herausgegeben wurden. Hier findet man Beispiele der damals aktuellen Bauaufgaben wie etwa der Neubau der Arbeiterkammer Klagenfurt von Architekt Willi Mohr, Villen und Einfamilienhäuser von Gustav Mistelbauer, Wilhelm Zinnauer, Wolfgang Klempt, Sepp Huainigg, Gewerbe- und Geschäftsbauten von Maximilian Wochinz, Sepp Bauer u.a. Das neue Spielkasino in Velden von Herbert Hiltl und Rudolf Nitsch oder das neue Rathaus in Villach von Karl Heyek sind dokumentiert, ebenso die Handelskammer in Klagenfurt von Holejschowsky/Flaschl.
Der Mitgliederstand betrug in diesen Jahren ungefähr 80 Architekten. Aufbruchstimmung herrschte bei einem Architektentreffen 1963 am Weißensee, mit hochkarätigen Referenten wie dem Wiener Baurat Prof. Arch. Siegfried Theiß. Damals regte die Zentralvereinigung die Landeshauptstadt Klagenfurt an, die Auszeichnung „Schöneres Klagenfurt“ zu schaffen. Damit wollte man jene Baumaßnahmen in der Stadt Klagenfurt auszeichnen, „die eine Veränderung des Stadtbildes im positiven Sinne zur Folge haben“.
Im Jahre 1959 konstituierte sich der Landesverband Kärnten der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs als selbständiger Verein mit eigenen Statuten. Zum Präsidenten wurde der Klagenfurter Architekt Rolf Haas gewählt. Die erste Publikation einer Serie von Jahresheften galt dem „Bauen in Kärnten 1920-1960“. In dieser Dokumentation finden sich so bedeutende Bauten wie das Forstseekraftwerk 1924 oder die katholische Kirche von Velden 1938 von Franz Baumgartner, das Strandbad Klagenfurt 1927 von Franz Koppelhuber und Paul Theer, die Volksschule Spittal 1939-40 von Willi Zinnauer, der Wohnblock „Dreadnought“ 1929 in Klagenfurt von Sigmund Schiffler, das Volkskino St. Ruprecht 1927 von Rudolf Truksa, das Priesterseminar in Klagenfurt 1932 von Karl Holey u.a.
Die Bauaufgaben der 50er Jahre spiegeln die damalige Aufbauzeit, es waren dies Kirchen, Kulturbauten, Bauten des sozialen Wohnbaues, öffentliche Bäder, vor allem im ganzen Lande die Schulbauten. Hier traten vor allem die Architekten Elisabeth Baudisch, Eberhard Klaura, Karl Hayek, Franz Rohner, Othmar Egger, Rolf Haas, Erwin Weingraber, Walter Kusstatscher und Viktor Wuerich, Adolf Bucher, Harald Bayer u.a. hervor. Aufsehen erregend war damals das Amtsgebäude der Kärntner Landesregierung 1958/59 von Otto Baurecht, Martin Esterl, Ludwig Riedmann, ferner Tourismusbauten wie im Warmbad Villach von Othmar Egger, gewerbliche Bauten von Franz Krammer, Wolfgang Klempt, Helmut Klimpfinger und Mollik. Die Jahreshefte „Bauen in Kärnten“ der 60er Jahre waren den Themen „Neuzeitliches Wohnen im Mehrfamilienhaus“, „Gute Bauformen in der Kärntner Landschaft“, „Wohnen im Eigenheim. Haus-Raum-Garten“ gewidmet. Hier begegnen wir den Planern Franz Flaschl, Fritz Martischnig, Ewald Kaplaner, Gustav Wetzlinger, Kurt Miessler, Fritz Rossmy, Hermann Schmidhofer, Willi Lerchbaumer, Sepp Fekonja, Ernst Hildebrand, Helmut Klimpfinger, Robert Caldera, Ferdinand Brunner, Walter Mayr, Karl Müller, Winfried Pichorner, Oswald Lindenbauer u.a.
Um 1970 regte der Landesverband Kärnten der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs die Kärntner Landesregierung an, einen Förderungspreis zu schaffen. Dieser wurde nicht nur für realisierte Bauten und Planungen, sondern auch für theoretische Auseinandersetzung mit der Baukultur vergeben. Zu den ersten Preisträgern 1974 gehörte die damals junge Gruppe von Diplomingenieuren „Holler-Jantsch-Kraigher-Murero-Petutschnig-Rausch-Stramitzer“.
Diese Arbeitsgruppe befasste sich eingehend mit dem nach wie vor aktuell gebliebenen Thema „Zersiedelung“ und erstellte einen Multimedia-Vortrag, welcher in ganz Kärnten gezeigt wurde.
1992 wurde durch das Kärntner Kulturförderungsgesetz der Kärntner Landesbaupreis geschaffen, an dessen Jurierung die Zentralvereinigung alljährlich mitwirkt.
Der Napoleonstadel – Kärntens Haus der Architektur
Obwohl Klaus Holler in verdienstvoller Weise jahrelang im Künstlerhaus eine Ausstellungsserie über Kärntner und auswärtige aktuelle Kulturschaffende kuratierte, war der Mangel an eigenen Ausstellungs- und Vortragsräumlichkeiten unübersehbar. Die Zentralvereinigung verfolgte daher das Projekt, den durch Straßenverbreiterung bedrohten „Napoleonstadel“ am St. Veiter Ring von der Stadt zu pachten und ihn in geeigneter Weise umzubauen. Das Vorhaben gelang, auch mit großem finanziellen Engagement der Stadtgemeinde Klagenfurt. Nach dem Wettbewerbsentwurf von Wolfgang und Marta Gärtner wurde das aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammende ehemalige Depotgebäude nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten großzügig umgebaut und nachträglich mit Keller- und Sanitärräumen versehen. Es stellt mit Café, Büros und 2-geschoßigem Ausstellungsraum seit nunmehr 15 Jahren den Mittelpunkt von Kärntens Architekturszene dar.
Die Liste der Präsidenten der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs, Landesverband Kärnten, nach dem 2. Weltkrieg:
1949 – 1952 Werner Cermenjak,
1952 – 1959 Herbert Hiltl,
1959 – 1969 Rolf Haas,
1969 – 1975 Rainer Bergmann,
1975 – 2000 Karl Müller,
2000 – 2003 Ernst Mayer,
ab 2003 Reinhold Wetschko
Vizepräsidenten waren unter anderem Otto Albrich, Franz Rohner, Winfried Pichorner, Viktor Wuerich. Seit dem Jahr 1973 ist Eberhard Kraigher als Vizepräsident im Vorstand.
|
 |
 |

Deutsch | English
|
|
|
|
|
|